Fulminanter 72-71 Auswärtssieg bei TuS Lübbecke

Wo fangen wir an? Starten wir mit Daniel Rewerts! Dieser entscheidet sich kurz vor der Partie dafür, den Regenerationsprozess seiner Blessuren für das Saisonfinale zu unterbrechen, um so die sieben einsatzbereiten Spieler zu unterstützen. Nachher wird eben dieser als Matchwinner einer hartumkämpften- und stets ausgeglichenen Partie auf Augenhöhe, gefeiert.

Es ist das (vorerst) letzte Spiel von Benedikt Bartoldus, der aus verschiedenen Gründen nach 20 Jahren, zu unserem Bedauern und vollstem Verständnis, nun seine Prioritäten verlagert. Auch daher ist die Mannschaft entschlossen, ihren Kapitän mit einem Sieg zu verabschieden. Wir bedanken uns an dieser Stelle von ganzem Herzen für `Benes´ menschlichen und sportlichen Einsatz für die Abteilung Basketball des SC Borchen.

Das zweiundzwanzigste Spiel ist aber auch das „Finale“, einer abwechslungsreichen Saison, die als Talfahrt startete, in die Krise führte und nun als regelrechter Höhenflug endet. Die Erwartungen waren auch in dieser Spielzeit wieder hoch und obgleich dem 1. Herrentrainer Mark Johnson zunächst ein Kader mit viel Potenzial zur Verfügung stand, musste er im Zuge der Zeit das meist gesundheitlich bedingte Wegfallen einiger Spieler alternativlos akzeptieren und das Beste aus der Situation herausholen. Dies gelang bei weitem nicht immer, denn Demotivation machte sich zwischenzeitlich breit und mangelnde Trainingsbeteiligung erschwerte eine spielerische Weiterentwicklung als Mannschaft.

Daher grenzt es eigentlich an ein Wunder, dass die Spieler eben genau jetzt diesen durch den Trainer initiierten- und quasi nur einmal geübten Spielzug in Perfektion (wenige Sekunden vor Spielende gegen die gerade mit zwei Punkten in Führung gegangenen Lübbecker) aufs Parkett legen: Ballbesitz Borchen. Robert Brakmann steht zum Einwurf bereit. Michael Britsch, Lennart Knaup und Mischka Kaiser stehen dem Einwerfenden in einer akribisch gestellten Reihe gegenüber, bieten sich theatralisch an. Doch das Ganze ist bloß eine Täuschung. Daniel Rewerts hat sich indessen nämlich klammheimlich in die letzte Ecke des Spielfeldes (diagonal zum Korb stehend) verdrückt. Nun pfeift der Schiedsrichter, Rewerts cuttet zum oberen Rand der 3-Punkte-Line, erhält den eingeworfenen Ball von Brakmann, fackelt nicht lange setzt zum Wurf an – und trifft. Der Sieg ist perfekt, die Freude riesig auch wenn man gerade „nur“ Rang 9 gefestigt hat.

Doch dieser Sieg ist nicht nur eben der 4. Sieg in Folge. Er ist das Paradebeispiel einer Mannschaftsleistung, die angeführt durch ihren Kapitän und gelenkt durch ihren Trainer (seit Wochen in schmaler Besetzung) das unmögliche möglich macht und in genau diesem Sinne hoffnungsvoll auf die nächste Saison in der „Landesliga 08 Herren“ blicken lässt.

Die nächsten Termine:

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